Sonntag, 25. Februar 2018

Rezension: Martin Krist - Kalte Haut

Rezension: Martin Krist - Kalte Haut


Titel: Kalte Haut
Autor/in: Martin Krist
(Danke an dieser Stelle für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares)
Seitenzahl: 354
ISBN: 978-3745091533
Preis: 10,99€
"Mit einem Schmunzeln streckte der Mann die Hand nach dem Kind aus. Liebevoll strich er ihm übers Haar. »Und tot bist du«, flüsterte er.
Berlin wird von einer Mordserie erschüttert. Der Täter stellt Filme ins Internet, auf denen zu sehen ist, wie er seine Opfer quält. Dann lockt er Journalisten zu den Leichen. Vieles deutet auf einen Zusammenhang mit den Ausländerhetzkampagnen des Innensenators hin.
Kommissarin Sera Muth und ihr Ermittlungsteam ziehen den Polizeipsychologen Dr. Babicz hinzu. Diesem kommt das Vorgehen des Täters vertraut vor. In den USA hatte er bei der Überführung eines Mörders mitgewirkt, der seine Opfer bei lebendigem Leib häutete. Ist der »Knochenmann« zurück?" (Laut Amazon)
Kalte Haut ist ein Thriller mit einigen Stärken, aber leider auch Schwächen. Für mich kein Meisterwerk, aber dennoch lesenswert.
Das erste, was ich in diesem Buch gelesen habe war, dass es sich hier um eine Neuauflage handelt - Das Buch ist vor Jahren schon mal im Goldmann Verlag erschienen und ist demnach gar nicht so neu, wie es beworben wird. Ich hatte es damals nicht gelesen, weswegen ich es nicht schlimm finde, ein kleiner Hinweis wäre aber nett gewesen.
Etwas weiteres, was mich gestört hat, bevor ich endlich zum Inhalt komme: Die Schrift. Das ist für viele vielleicht kein Kriterium und ich bin da echt kein Experte, weswegen ich mich hier ein bisschen zurück halte. Ich persönlich fand es aber ziemlich anstrengend zu lesen, die Schrift war mir zu klein und alles war zu gequetscht.
Das Buch an sich hat mir dann aber tatsächlich ganz gut gefallen. Der Schreibstil von Martin Krist gefällt mir wahnsinnig gut, er lässt sich flüssig lesen und obwohl seine Thriller ein bisschen Konzentration fordern, fliegt man nur so durch die Seiten und vergisst die Zeit komplett.
Sogar gelegentliche Längen sind so gut geschrieben, dass man das Buch einfach nicht weglegen möchte. Und ja, Längen gab es. Für mich war das Buch nicht annähernd so rasant und übertrieben spannend, wie es angepriesen wurde. Es kam lange nicht richtig in Fahrt und zum Ende hin hätte einiges wegfallen können..
Es gab zu viele Handlungsstränge und das bei sehr, sehr kurzen Kapiteln. Oft waren sie nur zwei oder drei Seiten lang und endeten mit einem Cliffhanger, der sich manchmal ins Nichts verlief. Ich kanns nur immer wieder sagen - Ein gutes Buch muss seinen Leser nicht mit so vielen ätzenden Cliffhangern locken. Irgendwann hatte wirklich jedes Kapitel einen und es hatte fast schon das Dramatik-Level eines New Adult Romans (#Sorrynotsorry). Hier wäre weniger mehr gewesen.
Dafür hat es mir sehr gut gefallen, wie aktuell das Thema war und wie gut es umgesetzt wurde. Vor allem Sera und ihr Hintergrund wurden gut eingefangen und spannend beschrieben. 
Das Ende kam sehr plötzlich und vor allem unerwartet, was mir wirklich gut gefallen hat. Wenn man sich durch ein paar Längen kämpft, wird man also wirklich belohnt.
Kalte Haut ist ein Buch für alle Leser, die eine interessante Geschichte suchen, die man nicht einfach nebenbei liest. Der große Thrill hat ein bisschen gefehlt und wurde teilweise zu künstlich versucht herbeizuführen, aber das Ende war wirklich überzeugend.





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